Unser Bild vom Kind

Wir sehen das Kind in unserer Einrichtung als individuelle Persönlichkeit mit einer bunten Vielfalt von Charaktereigenschaften, Stärken, Schwächen und Interessen. Das Kind wird als eigenständigen Akteur seiner individuellen Entwicklung betrachtet.

„Das Streben und die Fähigkeit des Kindes, etwas ganz Eigenes zu entwickeln und dabei in komplexen Zusammenhängen zu stehen, führen dem Erziehenden erneut die Vielschichtigkeit des menschlichen Seins vor Augen“ (Jean Piaget).


Die Erzieherin sieht sich bei uns also nicht in der Rolle des Animateurs, sondern als Begleiterin in Situationen, in denen sie gebraucht und von den Kindern gefordert wird. Dieses Bild vom Kind wird sichtbar darin, dass wir den Kindern etwas zutrauen und ihnen vertrauen, dass wir das Kind unterstützen seinen Platz mit seinen besonderen Fähigkeiten zu finden, dass die aktive Mitwirkung der Kinder auf allen Ebenen der Arbeit erwünscht ist.


Je mehr ein Kind lernt, sich spontan und frei auszudrücken und dabei unabhängig von der Meinung anderer zu bleiben, desto mehr Selbstvertrauen wird sich auf eine gesunde Weise in dem Kind entwickeln. Wichtig dabei ist, das Kind so zu fördern, dass es sich selbst und nicht anderen gefallen will. Damit ein Kind die Haltung des Selbstvertrauens entwickelt, braucht es die Erfahrung, dass seine Lebensäußerungen wichtig sind und gehört werden.


Es braucht das Gefühl, angenommen zu sein, unabhängig davon, wie es sich zeigt, es braucht den Freiraum, sich ausprobieren zu dürfen, wobei es Fehler machen und versagen darf. Das Kind braucht das Zutrauen, dass es alles lernen kann, wozu es Spaß hat und dass es sich lohnt etwas zu lernen.



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