Zielsetzungen im Hinblick auf die heilpädagogischen Prinzipien

In unserer Arbeit sehen wir einige Berührungspunkte mit den heilpädagogischen Prinzipien. Dies beginnt täglich mit dem Wunsch die Handlungen des Menschen, seine innere Welt und die Motivation, den Ursprung der verschiedensten Handlungen und Tätigkeiten zu verstehen. Dabei handelt es sich nicht immer um die Kinder in der Einrichtung, sondern auch um ihre Eltern oder das Umfeld, indem die Kinder leben und aufwachsen. Nicht nur das Kind, auch seine Umwelt ist miteinzubeziehen. In Gesprächen wird versucht, den Zusammenhang zwischen Problem oder Beeinträchtigung herauszuarbeiten und gegebenenfalls Alternativen oder Lösungsvorschläge für Eltern, Familie oder Kinder anzubieten. Manchmal jedoch ist das Problem schwerwiegend und bereits soweit fortgeschritten, dass entweder ein Therapeut, Kinderarzt oder eine Beratungsstelle hinzugezogen werden sollte. Bei der Raumgestaltung achten wir darauf, dass die Räume nicht zu voll gestellt oder erdrückend wirken, was die Erzieherinnen in den zwei Gruppen unterschiedlich handhaben. Generell wird vermieden, dass die Kinder durch zu viele aufgehängte Dinge in ihrer Wahrnehmung überflutet werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Reizüberflutung. Kinder mit Wahrnehmungsstörungen haben Probleme diese Reize „sinnvoll“ zu verarbeiten.

Die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes stellen eine besonders intensive Entwicklungszeit dar, deshalb haben wir eine große Verantwortung, Auffälligkeiten der Kinder ( z.B. im sprachlichen Bereich, in der Bewegungskoordination oder im Wahrnehmungsbereich ) zu erkennen und eventuell erforderliche Maßnahmen einzuleiten. Unser Auftrag ist es auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Behinderung und chronisch kranke Kinder aufzunehmen. Das heißt, für uns als Erzieherinnen, jedes Kind so anzunehmen, wie es ist und ihm mit liebevoller Achtung zu begegnen. Grundbedürfnisse kranker oder behinderter Kinder erkennen zu können, macht es für uns erforderlich, ein gewisses Maß an Kenntnissen und Hintergrundwissen über die jeweiligen Erkrankungen zu erlangen.



Angebote gestalten wir so, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Kinder gerecht werden. Wenn ein neues Kind in die Gruppe kommt, besprechen wir das vorher mit den Kindern. Bei einem Kind mit Behinderung oder einer Krankheit kann es notwendig sein, die Kinder genauer vorzubereiten. Intensive Gespräche mit den betroffenen Eltern fördern das gegenseitige Verstehen, erleichtern somit das Zusammenleben und machen uns sensibel für das, was uns „neu“ ist. Ein Austausch mit anderen Institutionen, Therapeuten und allen, die mit dem Kind zusammen arbeiten und leben, ist eine Voraussetzung für die positive Entwicklung des Kindes.


  Zielsetzungen unserer Einrichtung

  Zielsetzungen im Hinblick auf die Evangelische Kirche

  Zielsetzungen im Hinblick auf die Ausrichtung des pädagogischen Ansatzes

  Zielsetzungen im Hinblick auf die heilpädagogischen Prinzipien


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